Dienstag, 15. Dezember 2009

99 Euro Films


Im Rahmen des Filmfest Oldenburg entstand 2001 das Projekt 99 Euro Films.

12 Filmemacher (darunter auch Peter Lohmeyer) drehten jeweils einen Kurzfilm mit maximal 99 Euro Budget. Die Werke durften darüber hinaus nicht länger als 5 Minuten sein.

Entstanden ist eine experimentelle Kurzfilm-Reihe mit höchst unterschiedlichen Filmen, bei der nicht jeder Film gefallen wird aber dennoch für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Im Cast findet man einige (mittlerweile) sehr bekannte Namen wieder: Alexandra Maria Lara, Oliver Korittke, Axel Prahl, Richy Müller oder Laura Tonke.

Auch wenn der Look manchmal etwas billig wirkt, ist es wieder einmal erstaunlich anzusehen, mit wie wenigen Mitteln eine gute Idee erzählt werden kann. Und schaut Euch unbedingt immer den Abspann an, da dort aufgelistet ist, für welche Posten die 99 Euro ausgegeben wurden. Besonders Filmeinsteigern kann ich die DVD sehr empfehlen!

2003 folgte dann das europäische Nachfolgeprojekt Europe - 99 Euro Films 2.

Hier noch ein paar Pressestimmen:

Alles was an Regisseuren und Schauspielern im deutschen Kino Hoffnung macht. (Tagesspiegel)

Kurz, billig, sehenswert. Überaus unterhaltsam. (Berliner Morgenpost)

Kurzweilige Kurzfilm-Kompilation mit Kult-Chancen. (Programmkino.de)

Frech, verrückt und wagemutig. Junge deutsche Filmemacher proben auf der Berlinale den Aufstand. So hat sich das deutsche Kino schon lange nicht mehr bei einer Berlinale präsentiert. (ddp, Martin Grol)

Lustzustand - Braucht der Film Regeln? Braucht die Kommunikation einer Stimmung standardisierte Bilder, braucht das Erzählen einer Geschichte eine Einheitsdramaturgie? Der Mainstream schon, aber es geht auch anders. "99 Euro Films" ist der eigentliche Beweis dafür (Schnitt, Frühjahr 2002, Oliver Baumgarten)

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