
Damit Ihr demnächst auf alle Bereiche in einem Programm strukturiert zugreifen könnt, möchte ich Euch die Open-Source-Software Celtx vorstellen, die momentan in der Version 2.5.1 (Stand: 10.12.2009) kostenlos verfügbar ist. Das Programm wurde für Mac, Windows und Linux entwickelt und steht in 33 Sprachversionen zum Download bereit.
Celtx ist die All-In-One-Lösung für Multimediaproduktionen wie Film, Theater, Hörspiel oder Comic.
Ich werde mich natürlich auf die Funktionen für die Filmerstellung konzentrieren.
Als erstes kann in der Projektbibliothek unter dem Menüpunkt Novel ein Exposé bzw. Treatment erstellt werden. Bei der Produktion eines Kurzfilms sollte meist ein Expsé genügen. Nachdem die Idee nun schriftlich ausformuliert wurde und die Geschichte in ihren Grundzügen steht, kann im Menüpunkt Screenplay das Drehbuch geschrieben werden.
Hier stehen einem alle notwendigen Formatierungs-Tools (Handlung, Figuren, Dialog etc.) zur Verfügung, um das Drehbuch in die richtige äußere Form zu bringen. Links unter der Projektbibliothek sind nochmals alle Szenen einzeln aufgegliedert und anwählbar. Auf der rechten Seite befindet sich eine weitere Toolbox, die in drei Reiter aufgeteilt ist: "Notizen", "Medien" und "Aufgliederung".
Der Menüpunkt Notizen sollte für sich sprechen... Im Bereich Medien kann man Bild- und Tondateien hochladen, die mit der gerade bearbeiteten Szene in Verbindung stehen. Wenn man bspw. bestimmte Requisiten oder einen Drehort vor Augen hat, kann man diese hier gleich als Fotos einbinden. Ein multimediales Moodboard quasi. Praktischerweise wurde die google-Bildersuchfunktion gleich mit integriert.
Der Punkt Aufgliederung zeigt einem alle für die aktuelle Szene benötigten Ressourcen wie Drehorte, Schauspieler, Crew, Musik, Special-Effects oder Requisite an.
Diese sind nochmals übersichtlich im Master Catalog in der Projekt Bibliothek aufgeführt. Und auch hier kann man sich zu jedem Posten Notizen machen oder Multimedia-Dateien hochladen.
Schauspieler haben sogar ihren eigenen Character Catalog, welcher sehr detailliert ausgearbeitet ist. Es ist wie in einer professionellen, käuflichen Drehbuchsoftware möglich, neben Notizen und Fotos die Charakterbeschreibungen, körperlichen Eigenschaften, familiärer Hintergrund, Angewohnheiten ect. zu editieren.

Zur Visualisierung des Drehbuches wurde ein wirklich brauchbares Storyboard-Tool in Celtx integriert. Man kann seine gescannten Zeichnungen einfügen, sortieren, die Einstellungsgrößen zuweisen und am Ende das komplette Storyboard sogar als Film abspielen lassen.
Auch die Umsetzung des Production Schedule lässt nichts zu Wünschen übrig.
Ein Kalender mit Monats-, Wochen- und Tagesübersicht bilden die Grundlage für die organisatorischen Vorhaben. Darüber hinaus runden eine Drehplan- und Dispositionsvorlage das Programm ab. Und alles ist mit dem Master Catalog verknüpft, so dass einem beim Drehbuch-Breakdown nichts mehr durch die Lappen gehen sollte.
Mit "Celtx Studios" kann man das Programm bei komplexeren Projekten auch online nutzen und mit anderen Teammitgliedern daran arbeiten. Dies kostet jedoch eine monatliche Gebühr von 5$ (pro 5 User).
Weitere Infos findet Ihr im Celtx-Blog.
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