
Bildquelle: redrockmicro
Seit Herbst 2008 dürfen sich Independent-Filmer an digitalen Spiegelreflexkameras mit Full-HD Videofunktion erfreuen.
Die durch die Chipgröße und die lichtstarken Foto-Objektive erreichte Tiefenunschärfe sowie der höhere Farb- und Kontrastumfang lassen in Sachen Filmlook jede Videokamera hinter sich. Auch im Preis-Leistungsverhältnis sind die Kameras kaum zu schlagen, da es sich neben dem Videomodul immerhin noch immer um einen hochwertigen Spiegelreflex Fotoapperat handelt. Leider müssen bei den Punkten Handling und Dateiformat klare Abstriche gemacht werden.
Mit der Einführung der D90
war Nikon der erste Hersteller, der eine DSLR mit Filmfunktion heraus brachte. Jedoch konnte sich Canon mit dem kurz darauf folgenden Release seiner EOS 5D Mark II
schnell als Marktführer behaupten.
Movietyp: MOV (Video: H.264, Ton: Linear PCM) Moviegröße: HD 1.920 x 1.080 (16:9), SD 640 x 480 (4:3) - jeweils 30 B/s Blende, Shutter, ISO manuell einstellbar
Movie: MOV (Video: H.264, Audio Linear PCM) Moviegröße: 1.920 x 1.080 (29,97, 25, 23,976 B/s), 1.280 x 720 (59,94, 50 B/s), 640 x 480 (59,94, 50 B/s) Blende, Shutter, ISO manuell einstellbar
Movietyp: MOV (Video: H.264, Audio Linear PCM) Moviegröße: HD (16:9) 1.920 x 1.080p - 20 B/s, 1.280 x 720p - 30 B/s, SD (4:3) 640 x 480 - 30 B/s
Movietyp: MOV (Video: H.264, Audio Linear PCM) Moviegröße: 1.920 x 1.080 (29,97, 25, 23,976 B/s), 1.280 x 720 (59,94, 50 B/s), 640 x 480 (59,94, 50 B/s) Blende, Shutter, ISO manuell einstellbar
Alle Kameras nehmen bis zu 29 Minuten und 59 Sekunden Video auf, was einer maximalen Dateigröße von 4 GB entspricht.
Wie schon angesprochen ist das Handling der DSLR´s eines der größten Mankos. Da kein Bildstabilisator vorhanden und der Kamerabody nicht zum filmen konzipiert ist, kann man die Handkameratechnik getrost vergessen. Durch das komprimierte Dateiformat (h.264) kommt hinzu, dass das Bild bei schnellen Kamerabewegungen unschön verzerrt wird.
Mit der Einführung der D90
Mittlerweile hat Canon schon mehrere Modellreihen mit HD-Videoaufzeichnung ausgestattet. Dieses Jahr folgten die Canon EOS 7D
sowie im unteren Preissegment die EOS 500D
. Die EOS 500D erlaubt es aber leider nicht im Movie-Modus manuelle Einstellungen vorzunehmen. An einem sonnigen Tag sind somit praktisch keine Tiefenunschärfen erzielbar, da die Kamera immer versucht die Blende möglichst klein zu halten. Darüber hinaus sind im Full-HD-Modus lediglich 20fps möglich.
Und für den 2. April 2010 hat Canon bereits die Neuauflage seines Flaggschiffs angekündigt - natürlich mit Videofunktion: Die Canon EOS 1D Mark IV.
Hier die Canon-Modelle im technischen Vergleich der Filmfunktion:
EOS 1D Mark IV:
Alle Kameras nehmen bis zu 29 Minuten und 59 Sekunden Video auf, was einer maximalen Dateigröße von 4 GB entspricht.
Wie schon angesprochen ist das Handling der DSLR´s eines der größten Mankos. Da kein Bildstabilisator vorhanden und der Kamerabody nicht zum filmen konzipiert ist, kann man die Handkameratechnik getrost vergessen. Durch das komprimierte Dateiformat (h.264) kommt hinzu, dass das Bild bei schnellen Kamerabewegungen unschön verzerrt wird.
Die Firma redrock micro hat für den Dreheinsatz von DSLR´s ein sehr nützliches Cinema-Bundle herausgebracht, was über Schulterstütze bis hin zum Follow-Focus alle wichtigen Komponenten beinhaltet. Das Bundle ist in speziellen Verleihs für ca. 100,- €/ Tag erhältlich.
Der französisch-amerikanische Fotograf Vincent Laforet (Pulitzer-Preisträger 2002), hat in zwei Kurzfilmen die EOS 5D Mark II
sowie die EOS 1D Mark IV getestet. In beiden Werken hat er einen sehr hochwertigen Look erzielen können. Leider spielen beide Filme in der Nacht, sodass man keinen Vergleich zu Tageslichtaufnahmen ziehen kann.
"Reverie" gedreht mit der Canon EOS 5D Mark II
"Nocturne" gedreht mit der Canon EOS 1D Mark IV (nur available light)
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