Montag, 28. Dezember 2009

Call for Entries! - Murnau-Kurzfilmpreis, Wiesbaden


Das Kuratorium der Murnau-Stiftung in Wiesbaden hat diesen Preis am 16.12.1992 ins Leben gerufen, um die „Herstellung
von publikumswirksamen deutschen Kurzfilmen mit Kinoeignung“ zu fördern.
Primäres Anliegen der Vergabe des Preises ist, den Kurzfilmschaffenden eine weitere Möglichkeit zu
erschließen, an der Kurzfilmförderung des Filmförderungsgesetzes (FFG) durch die Filmförderungsanstalt
Berlin (FFA) zu partizipieren.
Der Preis kann pro Jahr an bis zu zehn Filme der aktuellen Produktion verliehen werden und ist mit einer
Dotation von 2.000,- € je Preisträger ausgestattet. Der Preis steht den Produzenten zu.

Einsendeschluss ist der 11. Januar 2010!

Alle Infos und Teilnahmeinformationen findet Ihr in folgendem pdf.

Placebo Kurzfilmfestival 2009


Die Rockband Placebo hat 2009 im Zuge ihrer "Battle for the sun"-Tour ein eigenes kleines Kurzfilmfestival ins Leben gerufen. Ausgewählte Kurzfilme laufen auf Ihren Konzerten während des Umbaus nach der jeweiligen Vorband. Auf der extra für das Festival eingerichteten Webseite konnte man dann für seinen Favoriten abstimmen. Die diesjährige Abstimmung ist leider schon vorbei, aber man kann sich die Trailer der Kurzfilme im Internet anschauen und einen DVD-Sampler mit allen Filmen online bestellen.

Alle Infos zum Festival und zu den Filmen findet Ihr auf der offiziellen Webseite.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

kurzfilmblog.de wünscht frohe Weihnachten und erholsame Feiertage!

"Santa´s Workshop"

Produktion: Walt Disney

Montag, 21. Dezember 2009

Über YouTube nach Hollywood

Klingt erst einmal größenwahnsinnig. Federico Alvarez aber hat dies tatsächlich geschafft. Er drehte einen fünf minütigen Kurzfilm mit gerade einmal 300 $ Budget. Auch die Story ist simpel: Der Film „Ataque de Panico“ (Panikattacke) handelt von einer Invasion von Robotern in Montevideo, welche die Hauptstadt Uruguay´s komplett zerstören. Hollywood Regisseur Sam Raimi (u.a. "Spiderman") sah den Kurzfilm auf YouTube und war so sehr von den visuellen Effekten überzeugt, dass er laut BBC Federico Alvarez ein Produktionvolumen von 30 Millionen Dollar zur Verfügung stellt, um einen Langspielfilm zu produzieren. Der Film soll in Uruguay und Argentinen gedreht werden.

„Ataque de Panico“

Regie: Federico Alvarez

Freitag, 18. Dezember 2009

Filmen mit Full-HD DSLR´s


Bildquelle: redrockmicro

Seit Herbst 2008 dürfen sich Independent-Filmer an digitalen Spiegelreflexkameras mit Full-HD Videofunktion erfreuen.
Die durch die Chipgröße und die lichtstarken Foto-Objektive erreichte Tiefenunschärfe sowie der höhere Farb- und Kontrastumfang lassen in Sachen Filmlook jede Videokamera hinter sich. Auch im Preis-Leistungsverhältnis sind die Kameras kaum zu schlagen, da es sich neben dem Videomodul immerhin noch immer um einen hochwertigen Spiegelreflex Fotoapperat handelt. Leider müssen bei den Punkten Handling und Dateiformat klare Abstriche gemacht werden.

Mit der Einführung der
D90 war Nikon der erste Hersteller, der eine DSLR mit Filmfunktion heraus brachte. Jedoch konnte sich Canon mit dem kurz darauf folgenden Release seiner EOS 5D Mark II schnell als Marktführer behaupten.

Mittlerweile hat Canon schon mehrere Modellreihen mit HD-Videoaufzeichnung ausgestattet. Dieses Jahr folgten die Canon EOS 7D sowie im unteren Preissegment die EOS 500D. Die EOS 500D erlaubt es aber leider nicht im Movie-Modus manuelle Einstellungen vorzunehmen. An einem sonnigen Tag sind somit praktisch keine Tiefenunschärfen erzielbar, da die Kamera immer versucht die Blende möglichst klein zu halten. Darüber hinaus sind im Full-HD-Modus lediglich 20fps möglich.

Und für den 2. April 2010 hat Canon bereits die Neuauflage seines Flaggschiffs angekündigt - natürlich mit Videofunktion: Die Canon EOS 1D Mark IV.

Hier die Canon-Modelle im technischen Vergleich der Filmfunktion:

  • Movietyp: MOV (Video: H.264, Ton: Linear PCM)
  • Moviegröße: HD 1.920 x 1.080 (16:9), SD 640 x 480 (4:3) - jeweils 30 B/s
  • Blende, Shutter, ISO manuell einstellbar

  • Movie: MOV (Video: H.264, Audio Linear PCM)
  • Moviegröße: 1.920 x 1.080 (29,97, 25, 23,976 B/s), 1.280 x 720 (59,94, 50 B/s), 640 x 480 (59,94, 50 B/s)
  • Blende, Shutter, ISO manuell einstellbar

  • Movietyp: MOV (Video: H.264, Audio Linear PCM)
  • Moviegröße: HD (16:9) 1.920 x 1.080p - 20 B/s, 1.280 x 720p - 30 B/s, SD (4:3) 640 x 480 - 30 B/s

  • EOS 1D Mark IV:
  • Movietyp: MOV (Video: H.264, Audio Linear PCM)
  • Moviegröße: 1.920 x 1.080 (29,97, 25, 23,976 B/s), 1.280 x 720 (59,94, 50 B/s), 640 x 480 (59,94, 50 B/s)
  • Blende, Shutter, ISO manuell einstellbar


  • Alle Kameras nehmen bis zu 29 Minuten und 59 Sekunden Video auf, was einer maximalen Dateigröße von 4 GB entspricht.

    Wie schon angesprochen ist das Handling der DSLR´s eines der größten Mankos. Da kein Bildstabilisator vorhanden und der Kamerabody nicht zum filmen konzipiert ist, kann man die Handkameratechnik getrost vergessen. Durch das komprimierte Dateiformat (h.264) kommt hinzu, dass das Bild bei schnellen Kamerabewegungen unschön verzerrt wird.
    Die Firma redrock micro hat für den Dreheinsatz von DSLR´s ein sehr nützliches Cinema-Bundle herausgebracht, was über Schulterstütze bis hin zum Follow-Focus alle wichtigen Komponenten beinhaltet. Das Bundle ist in speziellen Verleihs für ca. 100,- €/ Tag erhältlich.

    Der französisch-amerikanische Fotograf Vincent Laforet (Pulitzer-Preisträger 2002), hat in zwei Kurzfilmen die EOS 5D Mark II sowie die EOS 1D Mark IV getestet. In beiden Werken hat er einen sehr hochwertigen Look erzielen können. Leider spielen beide Filme in der Nacht, sodass man keinen Vergleich zu Tageslichtaufnahmen ziehen kann.



    "Reverie" gedreht mit der Canon EOS 5D Mark II


    "Nocturne" gedreht mit der Canon EOS 1D Mark IV (nur available light)

    Donnerstag, 17. Dezember 2009

    Cartier LOVE - Kurzfilme


    Für Ihre LOVE-Kollektion ließ Cartier 12 sehr schöne schwarz-weiß Kurzfilme über das Thema Liebe realisieren. Es geht unter anderem um verzeihen, geben und nehmen. Die Produkte selbst erscheinen in den Filmen nur ganz dezent am Rande.

    Realisiert hat die Filme der französische Regisseur Olivier Dahan, der seinen Durchbruch 2007 mit der Filmbiografie "La vie en rose" über das Leben von Édith Piaf schaffte.

    Zu sehen gibt es die Filme auf der offiziellen LOVE-Webseite von Cartier.

    Call for Entries! - Vienna Independent Shorts Festival


    VIS Vienna Independent Shorts ist das größte internationale Kurzfilmfestival in Österreich und findet 2010 zum siebten Mal in Wien statt.
    Das Festival besitzt einen internationalen und einen nationalen Wettbewerb für Kurzfilme. Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche Sonder- und Gastprogramme.

    Einsendeschluss ist der 8. Januar 2010!

    Infos und Anmeldeformulare auf der offiziellen Webseite.

    Mittwoch, 16. Dezember 2009

    Kurzfilm - "Leave me"

    Ein schöner, emotionaler Kurzfilm von Daros Films.

    Der Film lief auf folgenden Festivals:

    • *Winner of the 2009 36-Hour ChristianFilmmakers.org Contest
    • *Honorable Mention for Drama at the indieProducer Film Fest (10/1/2009)
    • *Winner of the Best Short Film category at the 2009 Script2Screen Film Fest in Tulsa, OK! (10/4/2009)
    • *Official Selection of the Mammoth Film Festival
    • *Official Selection of the TrailDance Film Festival

    "Leave me"


    Produktion: Daros Films

    Dienstag, 15. Dezember 2009

    Preisträger up-and-coming Filmfestival im TV

    In einer 90-minütigen Sondersendung werden die fünf Preisträger des Kurzfilmwettbewerbs up-and-coming Filmfestival Hanover von FilmFestSpezial vorgestellt.
    Dabei geht es um Liebesbetrug und Alpträume, willenlose Protagonisten, immer dünner werdende Zigaretten und die Geschichte eines Münzwurfes und die damit einhergehende Situation eines Paares, die in Edward Hoppers „Nighthawks“ ihren Ausgangspunkt findet. Außerdem um unheimliche Plastiktüten, Überraschungen bei der Geburtstagsparty und das Gedicht „Dunkel war´s der Mond schien helle...“. Die Preisträger kommen aus Hannover, Hildesheim, Holle, Oldenburg und Osnabrück. Als „Bonus“ gibt es in der Sendung Gespräche mit den PreisträgerInnen sowie drei weitere Filme, die in die engere Wahl der unabhängigen Jury kamen.

    Die Preisträger:

    • „Hannah“ von Damian Schipporeit, Hannover. 22 Min.
    • „Schnitt“ von Amon Thein (Bildmitte) und Eike Schulz, Oldenburg. 5 Min.
    • „Kehrtwende“ von Lydia Franziska Bienias, Holle. 13 Min.
    • „Kopf“ von Martin Jehle, Hildesheim. 7 Min.
    • „The man smoking cigarette“ von Holger Tepe, Osnabrück. 3 Min.

    Die Sendetermine:

    Die FilmFestSpezial-Wettbewerbssendung ist bei insgesamt neun Sendern zu sehen, bei einigen auch im Internet als livestream:

    • oeins (Region Oldenburg) am 14.12.09 um 20.15 Uhr und 15.12. um 00.45 Uhr und 15./16.12. um 20.15 Uhr und 00.45 Uhr sowie am 20.12. um 12.15 Uhr | Kanal S 20 | www.oeins.de
    • h1 (Region Hannover) am 17.12.09 um 20 Uhr, 18.12., 16 Uhr und 20.12., 21.30 Uhr | Kanal S 11 | www.h-eins.tv
    • TV 38 Wolfsburg am 17.12.09 um 18 Uhr und am 18.12. um 9 und 15 Uhr | Kanal S 20 | www.tv38.de
    • Radio Weser.TV Bremen am 17.12.09 um 20 Uhr, am 18.12. um 12 Uhr und am 21.12. um 12 Uhr | Kanal K 11 Bremen | www.radioweser.tv
    • Radio Weser.TV Bremerhaven am 24.12.09 um 20.05 Uhr | Kanal K 12 Bremerhaven | www.radioweser.tv
    • OK Flensburg am 18.12.09, 16 Uhr und am 30.12.09 um 18 Uhr | Kanal S 8 | www.okflensburg.de
    • rok-tv Rostock am 21.12.09 um 9 Uhr, 15 Uhr, 18 Uhr und 22 Uhr und am 22.12.09 um 15Uhr | Kanal 12 | www.rok-tv.de

    Noch offene Sendetermine:

    • OK Kiel | Kanal 9 | www.okkiel.de
    • Tide-TV Hamburg | Kanal K 02 | www.tidenet.de

    "FilmFestSpezial" ist eine Gemeinschaftsproduktion der drei niedersächsischen Bürgersender h1, TV 38, und oeins unter Beteiligung des Landesverbandes Bürgermedien Niedersachsen (LBM) und des Film & Medienbüros Niedersachsen (FMB). Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Christian Wulff und wird gefördert mit Mitteln der nordmedia Fonds GmbH in Niedersachsen und Bremen und von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt.

    Quelle: www.lbm-niedersachsen.de

    Klima-Kurzfilm "Die Rechnung"

    Aus aktuellem Anlass will ich einen wirklich sehenswerten Kurzfilm zum Thema Klimawandel vorstellen.

    In dem vierminütigen Beitrag von Peter Wedel steht der CO2-intensive Lebensstil eines Großstädters (gespielt von Benno Fürmann) im Gegensatz zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Menschen in Entwicklungsländern.

    Der Kurzfilm lief bereits erfolgreich bei den Viral Video Awards und der Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin.

    Weitere Infos zum Thema: www.germanwatch.org

    "Die Rechnung"

    Regie: Peter Wedel

    Call for Entries! - Filmfest Dresden


    Die Einreichungsfrist für das 22. Filmfest in Dresden endet am 05.01.2010!

    Das Festival besteht bereits seit 1989 und es gehört zu den renommiertesten Kurzfilmfestivals in Deutschland. Es werden Preise in Höhe von 61.000 Euro in 12 verschiedenen (nationalen und internationalen) Kategorien vergeben. Es kann die komplette Bandbreite von Kurz-Spielfilm, -Animationsfilm, -Dokumentation sowie -Experimentalfilm eingereicht werden.

    Weitere Infos und Einreichungsformulare findet Ihr auf der offiziellen Webseite des Filmfest Dresden.

    99 Euro Films


    Im Rahmen des Filmfest Oldenburg entstand 2001 das Projekt 99 Euro Films.

    12 Filmemacher (darunter auch Peter Lohmeyer) drehten jeweils einen Kurzfilm mit maximal 99 Euro Budget. Die Werke durften darüber hinaus nicht länger als 5 Minuten sein.

    Entstanden ist eine experimentelle Kurzfilm-Reihe mit höchst unterschiedlichen Filmen, bei der nicht jeder Film gefallen wird aber dennoch für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Im Cast findet man einige (mittlerweile) sehr bekannte Namen wieder: Alexandra Maria Lara, Oliver Korittke, Axel Prahl, Richy Müller oder Laura Tonke.

    Auch wenn der Look manchmal etwas billig wirkt, ist es wieder einmal erstaunlich anzusehen, mit wie wenigen Mitteln eine gute Idee erzählt werden kann. Und schaut Euch unbedingt immer den Abspann an, da dort aufgelistet ist, für welche Posten die 99 Euro ausgegeben wurden. Besonders Filmeinsteigern kann ich die DVD sehr empfehlen!

    2003 folgte dann das europäische Nachfolgeprojekt Europe - 99 Euro Films 2.

    Hier noch ein paar Pressestimmen:

    Alles was an Regisseuren und Schauspielern im deutschen Kino Hoffnung macht. (Tagesspiegel)

    Kurz, billig, sehenswert. Überaus unterhaltsam. (Berliner Morgenpost)

    Kurzweilige Kurzfilm-Kompilation mit Kult-Chancen. (Programmkino.de)

    Frech, verrückt und wagemutig. Junge deutsche Filmemacher proben auf der Berlinale den Aufstand. So hat sich das deutsche Kino schon lange nicht mehr bei einer Berlinale präsentiert. (ddp, Martin Grol)

    Lustzustand - Braucht der Film Regeln? Braucht die Kommunikation einer Stimmung standardisierte Bilder, braucht das Erzählen einer Geschichte eine Einheitsdramaturgie? Der Mainstream schon, aber es geht auch anders. "99 Euro Films" ist der eigentliche Beweis dafür (Schnitt, Frühjahr 2002, Oliver Baumgarten)

    Freitag, 11. Dezember 2009

    Kampfmäuse

    Natürlich sollen die Anhänger von Animationskurzfilmen hier nicht zu kurz kommen.
    Our Wonderful Nature war eines der Animationshighlights im vergangenen Jahr. Der Film lief auf über 70 Festivals weltweit, wurde mit mehreren Preisen (darunter auch der Short Tiger 2008) ausgezeichnet und war 2009 sogar für einen Studenten-Oscar nominiert.

    Der Schöpfer der kampfwütigen Mäuse ist der aus Israel stammende Tom Eshed. Er absolvierte ab 2004 ein Studium der Animation an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg.

    Our Wonderful Nature

    Regie: Tom Eshed

    Natur kann so schön sein!

    Donnerstag, 10. Dezember 2009

    Celtx - Pre-Production Software

    Textdokumente mit unterschiedlichen Drehbuchversionen, mehrere Excel-Tabellen mit Drehplan, Dispo und Shotlisten, ein Ordner mit Fotos von der Location sowie den Schauspielern und irgendwo auf der Festplatte befinden sich auch noch die Scans vom Storyboard. Kommt Euch das bekannt vor?



    Damit Ihr demnächst auf alle Bereiche in einem Programm strukturiert zugreifen könnt, möchte ich Euch die Open-Source-Software Celtx vorstellen, die momentan in der Version 2.5.1 (Stand: 10.12.2009) kostenlos verfügbar ist. Das Programm wurde für Mac, Windows und Linux entwickelt und steht in 33 Sprachversionen zum Download bereit.

    Celtx ist die All-In-One-Lösung für Multimediaproduktionen wie Film, Theater, Hörspiel oder Comic.
    Ich werde mich natürlich auf die Funktionen für die Filmerstellung konzentrieren.

    Als erstes kann in der Projektbibliothek unter dem Menüpunkt Novel ein Exposé bzw. Treatment erstellt werden. Bei der Produktion eines Kurzfilms sollte meist ein Expsé genügen. Nachdem die Idee nun schriftlich ausformuliert wurde und die Geschichte in ihren Grundzügen steht, kann im Menüpunkt Screenplay das Drehbuch geschrieben werden.

    Hier stehen einem alle notwendigen Formatierungs-Tools (Handlung, Figuren, Dialog etc.) zur Verfügung, um das Drehbuch in die richtige äußere Form zu bringen. Links unter der Projektbibliothek sind nochmals alle Szenen einzeln aufgegliedert und anwählbar. Auf der rechten Seite befindet sich eine weitere Toolbox, die in drei Reiter aufgeteilt ist: "Notizen", "Medien" und "Aufgliederung".
    Der Menüpunkt Notizen sollte für sich sprechen... Im Bereich Medien kann man Bild- und Tondateien hochladen, die mit der gerade bearbeiteten Szene in Verbindung stehen. Wenn man bspw. bestimmte Requisiten oder einen Drehort vor Augen hat, kann man diese hier gleich als Fotos einbinden. Ein multimediales Moodboard quasi. Praktischerweise wurde die google-Bildersuchfunktion gleich mit integriert.
    Der Punkt Aufgliederung zeigt einem alle für die aktuelle Szene benötigten Ressourcen wie Drehorte, Schauspieler, Crew, Musik, Special-Effects oder Requisite an.
    Diese sind nochmals übersichtlich im Master Catalog in der Projekt Bibliothek aufgeführt. Und auch hier kann man sich zu jedem Posten Notizen machen oder Multimedia-Dateien hochladen.
    Schauspieler haben sogar ihren eigenen Character Catalog, welcher sehr detailliert ausgearbeitet ist. Es ist wie in einer professionellen, käuflichen Drehbuchsoftware möglich, neben Notizen und Fotos die Charakterbeschreibungen, körperlichen Eigenschaften, familiärer Hintergrund, Angewohnheiten ect. zu editieren.



    Zur Visualisierung des Drehbuches wurde ein wirklich brauchbares Storyboard-Tool in Celtx integriert. Man kann seine gescannten Zeichnungen einfügen, sortieren, die Einstellungsgrößen zuweisen und am Ende das komplette Storyboard sogar als Film abspielen lassen.

    Auch die Umsetzung des Production Schedule lässt nichts zu Wünschen übrig.
    Ein Kalender mit Monats-, Wochen- und Tagesübersicht bilden die Grundlage für die organisatorischen Vorhaben. Darüber hinaus runden eine Drehplan- und Dispositionsvorlage das Programm ab. Und alles ist mit dem Master Catalog verknüpft, so dass einem beim Drehbuch-Breakdown nichts mehr durch die Lappen gehen sollte.

    Mit "Celtx Studios" kann man das Programm bei komplexeren Projekten auch online nutzen und mit anderen Teammitgliedern daran arbeiten. Dies kostet jedoch eine monatliche Gebühr von 5$ (pro 5 User).

    Weitere Infos findet Ihr im Celtx-Blog.

    BMW Films - The Hire

    Um einem Kurzfilm-Blog gerecht zu werden, muss man natürlich die legendären BMW-Kurzfilme zur Sprache bringen.
    2001/2002 hat BMW für seine einzigartige Imagekampagne acht Kurzfilme drehen lassen in denen jeweils eines Ihrer Automodelle zu sehen ist. Die Rolle des Fahrers übernimmt in jeder Episode Clive Owen und als Regisseure konnte die erste Garde von Hollywood verpflichtet werden: Ang Lee, Tony Scott und Alejandro González Iñárritu sind nur drei von ihnen. Der wohl bekannteste Film der Reihe ist "Star" mit Madonna in der Hauptrolle. Guy Ritchie führte Regie.

    Vor fünf Jahren habe ich mir glücklicherweise noch eine DVD mit den Filmen über die amerikanische BMW-Webseite bestellen können. Mittlerweile stehen dir Filme auf der offiziellen Seite nicht mehr zur Verfügung. Auch der DVD-Verkauf wurde eingestellt. Aber dank YouTube dürfen wir uns weiterhin an den acht kleinen Meisterwerken erfreuen.

    Hier meine Favoriten:

    "Star"

    Regie: Guy Ritchie

    "Hostage"

    Regie: John Woo

    "Ticker"

    Regie: Joe Carnahan

    "Powder Keg"

    Regie: Alejandro González Iñárritu


    Und immer schön anschnallen!

    Mittwoch, 9. Dezember 2009

    Bloody Omaha

    Das Video ist schon etwas älter und einige werden es bestimmt schon kennen. Aber es ist ein Juvel unter den Making of´s von Low-Budget-Produktionen: Richard Hammonds Bloody Omaha.

    Das Team Compost hatte sich 2008 auf den Weg zum legendären Omaha Beach gemacht, um für BBC2´s Geschichtsreihe Timewatch das Schlachtszenario des D-Day in nur vier Tagen nachzustellen. Und das zu Dritt!!!

    Auch die technische Ausstattung war rudimentär: Eine Sony Z1, Greenscreen-Matten sowie U.S. Army Requisiten.

    Aber seht selbst, was man mit nur wenigen Mitteln aber viel Kreativität auf die Beine stellen kann:

    Kurzfilmfestival-Kalender 2010

    Die AG Kurzfilm (Bundesverband Deutscher Kurzfilm) hat einen Kurzfilmfestival-Kalender für das Jahr 2010 mit 129 nationalen und internationalen Festivalterminen heraus gebracht. Dort findet Ihr alle wichtigen Infos, wie Deadlines und Webadressen.

    Der Kalender steht als PDF zum Download bereit.

    Dienstag, 8. Dezember 2009

    Kurz, aber fein!

    Er ist kurz, vielfältig und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit: Der Kurzfilm.

    Längst ist er zu einem eigenen Genre geworden. Für junge Filmemacher dient er als Visitenkarte zum Einstieg in die Filmbranche und auch erfahrene Filmer schätzen die uneingeschränkten (künstlerischen) Ausdrucksmöglichkeiten.

    Durch die immer geringer werdenden Produktionskosten dank preiswerter Video- und Postproduktionstechnik (deren Ergebnisse mittlerweile schon sehr nah an den Filmlook herankommen) ist es immer mehr Filmbegeisterten möglich Ihre eigene Geschichte in bewegten Bildern zu erzählen. Die Zahl der Filmeinreichungen bei Kurzfilmfestivals steigt immens und die Verbreitung über das Internet schafft den Zugang zu einem breiten Publikum.

    Alleine beim wichtigsten Filmpreis der Welt, den Academy Awards werden Oscars in 3 verschiedenen Kurzfilm-Kategorien (Kurzspielfilm, Kurzdoku, Animationskurzfilm) vergeben.
    2009 ging der Oscar an den Berliner Jochen Alexander Freydank für seinen Film "Spielzeugland".



    Erhältlich bei iTunes und hoffentlich bald auch auf einem DVD-Kurzfilm-Sampler. Unbedingt anschauen!!

    In diesem Sinne erkläre ich das Kurzfilm-Blog als ERÖFFNET! :-)